Ausstellung zum 500. Geburtstag Katharinas, der Heldenmütigen in der Rudolstädter StadtkircheAm 2. Mai 2009 wurde in der Stadtkirche Rudolstadt eine Ausstellung anläßlich des 500. Geburtstages Katharinas, der Heldenmütigen eröffnet. Katharina, spätere Gräfin zu Schwarzburg, wurde am 14. Januar 1509 als Tochter des Grafen Wilhelm von Henneberg-Schleusingen geboren. 1524 heiratete sie den Grafen Heinrich den XXXVII., der auf der Käfernburg in Arnstadt regierte. Nachdem ihr Gemahl bereits 1538 verstorben war, erhielt sie Schloß Heidecksburg zu Rudolstadt als Witwensitz und übernahm die Regierungsämter Rudolstadt und Blankenburg in der damaligen Grafschaft der Schwarzburger. In ihre Regierungszeit fielen auch die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Herzog Alba und dem Schmalkaldischen Bund 1547. Die Truppen Albas zogen auch durch Rudolstadt und Umgebung. Katharina hatte vorher einen kaiserlichen Schutzbrief erwirkt, nachdem in ihrem Regierungsbezirk keine Plünderungen erfolgen dürfen. Herzog Alba und einige seiner Folgschaft wurden zu einem Frühstück auf der Heidecksburg empfangen. Zu gleicher Zeit erfuhr die Gräfin von Plünderungen in Kirchhasel, Cumbach und anderen Gebieten, woraufhin sie ihre Bediensteten bewaffnen ließ, die Türen abschloß und Alba mit seinen Leuten erst weiter ziehen ließ, nachdem dieser sich schriftlich verpflichtet hatte, das gestohlene Vieh der Bevölkerung zurück zu geben. Daher stammt der Spruch "Fürstenblut für Ochsenblut", worüber Jahrhunderte später auch Friedrich Schiller schrieb und damit der Begebenheit größere Bekanntheit verschaffte. Außerdem gewährte Katharina von Schwarzburg dem Saalfelder Caspar Aquila auf der Heidecksburg Asyl, als er von Reformationsgegnern gesucht wurde. Vorallem auch dieser mutigen Tat verdankt sie den Beinamen "Heldenmütige". In der Stadtkirche Rudolstadt befindet sich im Chorbereich die Grabplatte der im Jahre 1567 verstorbenen Katharina der Heldenmütigen. Die derzeitige Ausstellung soll die Leistungen und Lebensumstände dieser heldenhaften Gräfin des späteren Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt näher beleuchten.
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