Matthias Reim-Konzert auf der Heidecksburg


Am Sonnabend, dem 15.08.2009 fand im Hofe der Heidecksburg ein Rockkonzert mit Matthias Reim und seiner Band statt. - Deutschrock vor historischer Kulisse - kein Gegensatz, denn, auch zu Zeiten der musikalischen Anfänge auf der Heidecksburg spielte man für die damalige Zeit, so um die Mitte des 17. Jahrhunderts auch moderne Musik. So wurde es eigentlich höchste Zeit, daß auch endlich mal die bisher in Rudolstadt sehr selten vertretene Musikbranche des echten Deutschrocks genau hier auf historischem Boden, genauergesagt, auf echtem Saalekieselpflaster präsentiert wurde.- Und das zufällig genau 40 Jahre nach Woodstock, also mehrfach historisch.
Der "Unberechnebar"e "Krieger" Matthias Reim bot mit seinen Musikern Rudolstadt sowohl sein aktuelles Album, alsauch frühere Highlights der vergangenen 20 Jahre dar, begeisterte sowohl Einheimische, alsauch teils 100te km angereiste Rockmusikfans.
Wenn auch die Technik nicht immer so ganz mitspielte, besonders in der ersten Stunde, als bei mehreren Titeln mindestens eine der stageseitig linken Lautsprecherboxen eigenmächtig dissonante Zwischentöne erzeugte, ließen sich die Musiker, Rockprofis eben, nicht ärgern, sondern spielten weiter. - An diesem Abend gehörte ihre Musik Rudolstadt.
Seltsam nur die fast 25-minütige Pause nach der ersten knappen Stunde. - Ein Rockkonzert mit Pause hatte ich bisher noch nicht erlebt. "Egal, was soll's".
Rockkonzerte im Hofe der Heidecksburg, sowas sollte es öfter geben. Kürzlich ein Rockopenairfestival für die Jugend, diesmal ein Deutschrockkonzert für alle Altersgruppen. Daraus ließe sich doch sicher eine ähnliche Tradition schaffen wie die der klassischen Konzerte im Festsaal der Heidecksburg. Noch ein bißchen mehr Werbung dafür im und außerhalb des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt, und schon hätte Rudolstadt eine regelmäßige Besucherklientel mehr, die dann vielleicht sogar mehr als "nur" das Konzert besuchen würde, und das sogar außerhalb der größeren Festivitäten wie Altstadtfest, Tanzfest und Vogelschießen.
 
Für Rudolstädter Rockmusikbegeisterte war das Matthias-Reim-Konzert ein zu Fuß zu besuchendes Musikevent ohne stundenlange Autofahrt, wie sonst üblich, um zu solchen Konzerten zu gelangen. - Erstaunlich auch, daß man/frau sogar ohne Anstehen zu Einlaßbeginn ohne Rennen noch in vorderste Reihen gelangte. Vielleicht sollte man Rudolstadt diesbezüglich sogar als Geheimtipp für Rockkonzerte handeln. - Die einzige Stelle, an der ich rennen mußte, war die Dreifach-Fußgängerampel an der Kreuzung Anton-Sommer-, Ludwig- und Gartenstraße, weil ich keine Lust hatte, bis Mitternacht dort auf die nächste Grünphase zu warten.
 



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