Veranstaltungsmarathon zu Schiller und Mauerfall im November 2009 in RudolstadtIn diesen Tagen findet ein regelrechter Veranstaltungsmarathon in Rudolstadt statt. Dieser konzentriert sich im Wesentlichen auf die beiden herausragenden Jahrestage dieses Monats und Themen, die damit zusammen hängen: 20 Jahre Mauerfall und 250. Schillergeburtstag. Mehrere Ausstellungen fanden und finden gleichzeitig statt. Eine davon ist die im Alten Rathaus Rudolstadts: "'Fürstenblut für Ochsenblut' - Vom Nachhall Schillers heldenmütiger Katharina in Literatur und Kunst". Diese Ausstellung der Historischen Bibliothek Rudolstadts bezieht sich auf Schillers Erzählung "Herzog von Alba bei einem Frühstück auf dem Schlosse zu Rudolstadt im Jahr 1547", die die Gräfin Katharina von Schwarzburg, die 2009 500 Jahre alt geworden wäre, weltbekannt machte. Zur Ausstellungseröffnung am 6. November 2009 gab es gleichzeitig eine Buchpremiere zum Buch "Herzog von Alba und Katharina von Schwarzburg bei einem Frühstück auf dem Schlosse zu Rudolstadt im Jahr 1547", in dem sowohl der Originaltext von F. Schiller, alsauch Beiträge zur Entstehungsgeschichte (von M. Schütterle) und der weiteren Verarbeitung des historischen Stoffes in Literatur und Theater (von H. Förster-Stahl), sowie ein vorläufiges Titelverzeichnis enthalten sind. (ISBN 978-3-9805806-5-6) Die Ausstellung ist bis Januar 2010 im Saal des Alten Rathauses Rudolstadt, Stiftsgasse 2 während der Öffnungszeiten der Historischen Bibliothek zu sehen: Mo: 9-15 Uhr, Di: 9-16 Uhr, Do: 9-18 Uhr, Fr: 9-12 Uhr. Die Gala mit internationalen Stars, u.a. Paul Potts zum 250. Schillergeburtstag wurde am 10. November im Rudolstädter Theater, in dem Friedrich Schiller einst selbst Regie führte, vom MDR aufgezeichnet und 22.50 Uhr gesendet. Eine Wiederholung der Sendung erfolgt am 14. November 20.15 Uhr auf 3Sat. Viele weitere Ausstellungen, Filmvorführungen, Vorträge, Diskussionsrunden etc. fanden und finden zu Schillergeburtstag und dem 20. Jubiläum der Überwindung der Stasidiktatur in und um Rudolstadt statt und werden vielleicht (hoffentlich!) wieder etwas von der Euphorie des 9. November 1989 zurückbringen, die durch Abwicklung, Arbeitslosigkeit und andere geplatzte Träume bei vielen leider inzwischen in den Hintergrund gedrängt worden war. Vielleicht gelingt es ja nun nach über 20 Jahren, uns den Idealen, die wir damals bei den ersten Montagsdemos durch Rudolstadt verfolgten, noch etwas mehr zu nähern als bisher, praktisch nach Schillers Motto: "... Muß wetten und wagen, das Glück zu erjagen. Da strömet herbei die unendliche Gabe, es füllt sich der Speicher mit köstlicher Habe, Die Räume wachsen, es dehnt sich das Haus. ..." (aus "Das Lied von der Glocke", wozu Friedrich Schiller 1788 in Rudolstadt inspiriert wurde)
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