288. Rudolstädter Vogelschießen
Vom 20. bis 29.08.2010 findet auf der Cumbacher Bleichwiese das 288. Rudolstädter Vogelschießen statt.
71 verschiedene Schausteller ziehen wieder viele Besucher aus nah und fern an. Ob Geisterbahn, Riesenrad, Achterbahn, Losbude oder
Bratwurststand, um nur einige stellvertretend zu nennen, begeistern wie jedes Jahr jung und alt.In diesem Jahr bekamen einige Akteure im Vorfeld sozusagen nasse Füße, weil eine knappe Woche zuvor ein Wolkenbruch Rudolstadt für ca. 20 Minuten streifte. Aber bis zur Eröffnung am 20. August war alles wieder trocken. Erst seit ungefähr 50 Jahren gastiert das Rudolstädter Vogelschießen im Stadtteil Cumbach. Vorher fand es seit 1722 in kleinerer Form auf dem Anger statt. Auch wandelte sich der Charakter des Volksfestes im Laufe der Jahrhunderte, obwohl einige Traditionen, wie z.B. das Böllerschießen, sowie der eigentliche Wettbewerb um die Ermittlung des Schützenkönigs beim Armbrustschießen auf einen hölzernen Vogel nachwievor beibehalten wurden. Auch den traditionellen Jahrmarkt gibt es noch, der allerdings früher noch einen viel größeren Stellenwert hatte als heute. Schließlich fand der Handel damals viel mehr auf Märkten statt als heute. Schausteller nahmen zu Beginn der Tradition des Vogelschießens nur vereinzelt an diesem Fest teil. Auch war das Rudolstädter Vogelschießen in seiner Anfangszeit bei weitem nicht das Einzige seiner Art, aber damals schon das größte nicht nur im ehemaligen Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, sondern weit über die Grenzen des heutigen Thüringens hinaus. Kleinere Vogel(hölzern)- und Scheibenschießenfeste gab es noch um 1800 auch in Saalfeld, Pößneck, Remda, Kranichfeld, Königsee und anderen Orten.
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