Detailansichten von Rudolstadt
Das Maß, nach dem im alten Rudolstadt früher auf dem Markt gemessen wurde, hängt
heute noch am Alten Rathaus. Allerdings hält man sich heute nicht mehr daran, was den
Händlern früher beinahe den Kopf kosten konnte, zumindest wurden sie dafür an den
Pranger gestellt.
Heute übersieht man leicht dieses unscheinbare Detail der Rudolstädter Geschichte. Diese Elle mißt Die Saalfelder Elle hatte ein anderes Maß. Aber die Saalfelder Händler, die regelmäßig auf dem Rudolstädter Markt vertreten waren, mußten hier nach dem in Rudolstadt gültigen Maß messen.
Auffälliger ist da schon die mit Schnitzereikunst verzierte Tür am ehemaligen
Töpfermarkt in Rudolstadt. Das Schnitzereihandwerk war zwar mehr in Saalfeld, als hier
beheimatet, aber auch in Rudolstadt sind solche historischen Details durchaus noch vorhanden,
wenn auch die heutige Farbgebung nicht der Historie entspricht.
Am Gerichtsgebäude sind an mehreren Stellen Zunftzeichen in die Steine eingebracht. Damit
wollten die Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt allen kundtun, daß im Fürstentum
Gold gefunden wurde. Die zweizinkige Gabel, mit der nach Gold geschürft wurde, fand auch
Eingang in das Wappen der Fürsten.Allerdings wurde die Goldwäscherei noch zu Fürstens Zeiten wieder eingestellt, weil die Ausbeute nur sehr gering war. Aber noch heute kann man als Tourist unter fachmännischer Anleitung in der Schwarza nach Gold suchen. In einem Museum in der Nähe von Sitzendorf wird das Handwerk der Goldwäscherei vorgeführt. |
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